Theater gibt es auch bei Gericht

Dann zum Beispiel, wenn ohne Aufführungsrechte gespielt oder das Stück einfach umgeschrieben wird. Bei Film- und Fernsehstoffen ist die Rechtslage jedoch nicht immer eindeutig. Wenn Ideen aus anderen Formaten übernommen wurden, sehen das die Gerichte nicht gleich als Plagiat. Schützen Sie Ihr Werk am besten früh durch vertragliche Vereinbarungen.

Bühnen- und Filmproduktionen juristisch gesehen

Sie möchten sich bei der Entwicklung eines Formats von einem bereits bestehenden inspirieren lassen und vor Schadensersatz- und Unterlassungsansprüchen sicher sein?
Ihr Exposé wurde abgelehnt, doch kurze Zeit später bringt der Produzent eine Serie ins Fernsehen, deren Rahmenhandlung größte Ähnlichkeit mit Ihrem Drehbuch aufweist?
Ihr Roman soll verfilmt werden, der Produzent will aber einen anderen Autor mit der Erstellung des Drehbuchs beauftragen?
Sie haben ausschließliche Nutzungsrechte an einer Sendereihe erworben, doch eine Fernsehproduktionsfirma kopiert charakteristische Show-Elemente und Einsatz der Kandidaten?
Der Kinostreifen, für den Sie Kameramann waren, sahnt noch einmal für die Director’s Cut-Fassung ab. Sie wünschen sich jetzt eine Nachvergütung?
Sie haben an Ihrer Uni eine Vorlesung gefilmt und per File-Sharing an Ihre Kommilitonen verteilt. Nun werden Sie vom Dozenten abgemahnt: Verstoß gegen Persönlichkeitsrecht und Urheberrecht an ungefragt verbreiteten technische Darstellungen?
Das in Ihrem Theater-Verlag veröffentlichte Bühnenstück soll zur Aufführung kommen – Sie wollen in puncto Regisseur, Bühnenbildner und Schauspieler sicher gehen, dass keine Parodie entsteht?
Sie möchten Aufführungsmaterial unbekannter Opern vermieten und dies rechtlich absichern?
Sie wollen Lizenzen zu Bühnenwerken und Aufführungsrechte erwerben oder sich die Rechte an den Stücken eines bestimmten Autors sichern?
Der Generalintendant beschließt im geplanten Theaterstück eine Besetzungsänderung. Als Darsteller sind Sie damit nicht einverstanden – eigentlich sollten Sie eine führende Rolle darstellen?
Welche rechtlichen Folgen hat es, wenn eine Theatervorstellung abgesagt oder abgebrochen wird? Wie kann man sich juristisch einigen, wenn Zuschauer der Ansicht sind, statt des angekündigten Stücks sei ein nicht werkgerechtes zur Aufführung gelangt?

Die Theater- und Filmbranche bereichern Sie als:
Drehbuchautor, Kameramann, Hobbyfilmer, Produzent, Bühnenbildner, Bühnendarsteller (Sänger, Tänzer, Musicaldarsteller, Schauspieler, Artist), Fernsehsender, Sponsor, Tournee-Veranstalter, Regisseur, Gastregisseur, Synchronsprecher, Filmkomponist, Maskenbildner, Comedian, Statist, Cutter, 3D-Artist, Konzertmeister, Intendant, wissenschaftlicher Berater, Theater-Verlag, Choreograph, Dirigent, Bühnenverein, Theaterstiftung, Amateurtheater, Dozent, Ausbilder.

Ihr Unternehmen dieser Kreativ-Branche:
Agentur für Schauspieler, Künstleragentur oder Casting-Agentur, Formathandel, Fernsehproduktion, Synchronisation, Stoffentwicklung, Verlagswesen, Theater, Musical, Oper, Ausbildungsinstitut.

Was ich bei juristischen Fragen im Bühnen- oder Filmrecht für Sie tun kann:

  • Rechtsberatung zu Themen wie Künstlersozialabgabe und Materialmietgebühr, Titelschutzanzeige
  • Beweisfragen zur Urheberschaft (Um z.B. die Entstehung eines Manuskriptes zeitlich nachzuweisen, können Sie in meiner Kanzlei ein Exemplar hinterlegen und sich den Zeitpunkt bestätigen lassen.)
  • Vertraglicher Schutz, Vertraulichkeitsvereinbarung
  • Geltendmachung von angemessener Vergütung und weiterer Beteiligung des Urhebers
  • Geltendmachung von Ansprüchen aus ergänzendem Leistungsschutz (z.B. durch Nachahmung, unredliche Erlangung von Kenntnissen und Unterlagen)
  • Im Falle der Übernahme von Gestaltungselementen wie z.B. Storyline, Grundstruktur u.a.: Intensität der Übernahme prüfen (Übernahme von Titel, Logo und Jingle?)
  • Klärung, ob und in welcher Form ein gesetzlicher Formatschutz besteht: urheberrechtliche Schutzfähigkeit bzw. schöpferische Eigentümlichkeit; Prüfung der Abgrenzung zwischen zustimmungspflichtiger Benutzung und freier Bearbeitung
  • Abmahnung und strafbewehrte Unterlassungsaufforderung, Beantragung von einstweiligen Verfügungen, Unterlassungsklagen, Schadenersatzklagen
  • Durchsetzung von Lizenzgebühren. Geltendmachnung von Schadensersatz
  • Prüfung und Erstellung von Verträgen (Gastspielvertrag, Engagementvertrag, Veranstaltungsvertrag, Darstellervertrag, Aufführungsvertrag, Übersetzervertrag, Verlagsvertrag, Bühnenarbeitsvertrag, Theaterbesuchsvertrag, Exposé-, Treatment- und Drehbuchvertrag, Optionsvertrag, Filmvertrag, Filmmusikvertrag, Auftragsproduktionsvertrag, Merchandisingvertrag, Produktionsvertrag, Koproduktionsvertrag, Regievertrag, Schauspielervertrag, Fernsehlizenzvertrag, Beratervertrag)

Auch wenn es um den Schutz einer Choreographie oder Nutzungsrechte bei Live-Veranstaltungen geht, sind Sie hier gut beraten. Vereinbaren Sie einen Termin  telefonisch unter +49 (0)211 – 4497 428 oder per E-Mail unter info@kultur-und-kreativrecht.de.